Häs

Das Häs bezeichnet bei der schwäbisch-alemannischen Fasent das komplette Narrenkostüm. Es besteht aus einer Larve (holzgeschitzte Gesichtsmaske) und dem Narrenkleid. In unserem Fall besteht das Häs aus einer Gelruewe-Lavre mit Gelruewe-Kragen (Maskentuch), einem Gelruewe-Narrenkleid und einem Gelruewe-Zepter.

Das erste Gelruewe-Häs wurde 1956 durch Renate Götz für einen Preismaskenball entworfen. Das Häs bestand damals aus einem Gelruewe-Narrenkleid, einem Gelruewe-Kragen und einem "Gelruewe-Haken" (Gelruewe-Haken wurden zum Ernten der Gelruewe verwendet.). Das Häs wurde zur Gründung 1967 eingeführt.

1968 wurden durch Josef Trenkle aus Kenzingen die ersten Gelruewe-Larven geschnitzt und der Gelruewe-Kragen zum Maskentuch umfunktioniert.

Im Jahre 1978 wurde ein neues Häs eingeführt, das durch Brigitte Jauch aus Herbolzheim entworfen wurde. Das Häs bestand aus einem Narrenkleid in Spätleform, einem modifizierten Kragen und einem Gelruewe-Zepter. Die Gelruewe-Larve blieb gleich.

1988 wurde als zweite Narrenfigur das "Markt Wiebli" eingeführt. Das Markt Wiebli trägt eine regionale Tracht ohne Larve.